
(Mit einem Gruß an Jole Rochira für einen Tipp 😉 )
Spaghetti Carbonara – neben Bolognese ein Synonym für Nudelgerichte und spätestens sein Spliffs Album „85555“ ein Begriff. Der Ursprung wird etwa auf das Jahr 1944 datiert, entstanden in Rom – allerdings existieren seitdem gefühlt genau so viele verschiedene Varianten wie es in Italien gestandene Mamas gibt. Am ehesten nähert man sich dem, wenn man mal mehrere italienische Rezepte queliest. Wir haben uns dabei auf mehrere italienische Rezepte bezogen, die sich auf wenige Zutaten beschränken: Pasta, Ei-Dotter, Schinken, Pecorino und wenige Gewürze. Geschmacklich: Hervorragend. Das Rezept, das wir hier vorstellen, beruht auf genau dem „Weniger ist mehr“. Es beschränkt sich wirklich auf wenige Zutaten, und eine Carbonara mit Milch, Sahne oder aus der Tüte kommt eben nicht in die Tüte!
Zutaten (4 Personen):
- 6 Dotter
- Olivenöl
- 500 g Spaghetti
- 300 g fetten Speck, am besten italienischen Guanciale (das „Original“ – jede andere Art durchwachsener Speck oder Schinken ist zu mager und gibt nicht genug Fett ab. Ersatzweise kann auch Pancetta verwendet werden, welcher aber geräuchert ist und den Geschmack verändert)
- 200 – 250 g Pecorino am Stück (in fast allen Märkten erhältlich)
- Pfeffer aus der Mühle
- Salz ist – außer zum Kochen der Pasta – kaum nötig, da der Pecorino genug Salz mitbringt
Zubereitung:
- Speck in Würfel schneiden und das Fett auslassen. Hierbei nicht mit zu viel Temperatur arbeiten, da der Speck sonst anbrennt. Um das Austreten des Fetts zu fördern, kann man hierzu eine kleine Menge Olivenöl hinzugeben, das aber vom Speck abhängt.
- Die Würfel trennen (z. B. durch ein Sieb geben) und dabei das Fett separat auffangen. Die Würfel dann nochmal separat stärker durchbraten und ebenfalls beiseite stellen.
- Dotter, das Fett des Schinkens, den frisch geriebenen Pecorino* und ein paar Löffel des Nudelkochwassers in eine Schüssel geben und zügig verrühren.
*Es empfiehlt sich, eine Reibe zu haben und den Käse frisch zu reiben, Fertigprodukte aus dem Beutel haben weniger Geschmack und Aroma. - Die Pasta nach Angabe kochen. TIPP: Hierbei 1 – 2 Minuten unter den Maximalangaben des Herstellers bleiben, da hier gerne Angaben gemacht werden, damit es wirklich funktioniert, wobei aber vielen „al dente“ zu bissfest erscheint und der Hersteller das berücksichtigt. Landen die Nudeln später zu der Sauce nochmals in einer Pfanne, ziehen diese dort weitere Flüssigkeit und garen nach, was wiederum zu berücksichtigen ist. Wer idealerweise bei einem Hersteller bleibt, hat die beste Konsistenz beim Kochen schnell im Griff.
- Die gekochte Pasta nicht abschrecken, sondern sofort mit ca. 1/2 Glas Wasser in eine erhitzte Pfanne geben.
- Die Masse mit Schinken, der Ei-Käse-Masse und ca. 1 EL Olivenöl hinzugeben und unterheben, mit etwas Pfeffer würzen, portionsweise auf einem Teller anrichten und die Schinkenwürfel portionsweise darübergeben – fertig!

Es kommt hier darauf an, bei Quirlen schnell zu arbeiten.
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