
Wer es nicht weiß: „Federweisser“ ist (in Feudal-Deutsch 😉 ) ein „edel‘ Gesöff“, welches aus frisch gepresstem und vergorenem Traubensaft hergestellt wird, als Begriff seit 1790 bekannt und vor allem dort verbreitet ist, wo sich Weinanbaugebiete befinden. „Federweisser“ wird grammatikalisch nicht gebeugt, sprich man trinkt „Federweisser“ und nicht „FederweisseN“, und der Begriff wird verwendet für alle Stufen vom frischen Most (kein bis wenig Alkohol) bis zur Vorstufe des fertigen Weins, welcher später natürlich entsprechend ausgebaut wird.
Erhältlich ist er aus deutschen Landen immer dann, wenn die gereiften Trauben gelesen und gepresst wurden. Da Italien mit der Lese meist entsprechend früher dran ist, gibt es diesen auch außerhalb unserer Weinanbaugebiete in Form von Importen, aber eben nicht aus Deutschland. Da wir in Heppenheim / Bergstraße sitzen, sei unser Hinweis erlaubt, dass wir selber natürlich erst „einsteigen“, wenn lokale Produkte zur Verfügung stehen.
Federweisser ist mit Vorsicht zu genießen, da – je nach Fortschritt der Gärung – eine gewisse Süße vorhanden ist, man ihn als „süffig“ bezeichnen kann und die alkoholischen Prozente aber trotzdem durchschlagen. Hier ist ein gewisses Maß gefragt, damit es nicht zu viel wird. Wenn man ihn nicht kennt, was wir hiermit ändern wollen.
Gereicht wird er in sämtlichen Weinregionen mit Zwiebelkuchen und läutet dort den kulinarischen Herbst ein. Selbigen werden wir demnächst mit unserem Hausrezept vorstellen – bleibt gespannt!


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