
„Wenn einer mal auf Reisen geht, dann kann es was erzählen“ – gilt vor allem, wenn ein anderes Land sich über dessen Küche erschließt. In Venetien (genauer: Verona) waren wir schon das zweite Mal, und dessen Küche hat uns inspiriert, was unsere Caprese zeigt.
Ich schreibe hier ausnahmsweise in der 1. Person Singular, aber aus beruflichen Gründen habe ich ein Fable für Design, Typographie und erstelle seit den 90er auch Speisekarten für lokale Restaurants.
Aber die des IMPERO in Verona schlägt alle Rekorde. Herrschaften, dass ist keine Speisekarte, das ist ein Magazin (!) in Form eines Hochglanz-Playboy für Gourmets, welches weit über eine Speisekarte hinaus nicht nur die Gerichte vorstellt, sondern auf 48 Seiten die Gegend präsentiert, und sowas HABE ICH HIER NOCH NICHT GESEHEN.
Dieses Magazin erklärt und gibt Aufschluß darüber, welche Zutat aus welcher Ecke kommt und warum und seit wie lange diese verarbeitet wird, bevor man überhaupt zum Speisekarten-Teil kommt. Zudem liegen uns hier die Auflagen 007 und 009 vor, sprich das Werk erscheint offenbar in regelmäßigen Abständen neu, und da hängt viel Arbeit und Liebe dahinter. Ok, um das komplett erfassen zu können, hilft ein Grundkurs auf Italienisch, aber das sollte es bitte Wert sein (digitale Übersetzer helfen), wenn man sich der Sache fundiert nähern will.
Ich selber kann auf alle Fälle sagen, dass ich diese Art „Speisekarte“ bei uns nicht gesehen habe und es begrüßen würde, wenn unsere Gastronomie sich genauso präsentieren würde – Kochen ist irgendwo zwischen solidem Handwerk und Kunst angesiedelt und verdient es, das gerade seitens der Gäste zu würdigen!
Und ich versichere, dass mir 2025 beim Erstbesuch meine Caprese unter den Händen verwelkt ist, da ich so mit diesem Magazin beschäftigt war, dass eine Entscheidung schwer fiel: Futter für den Magen oder Futter für den inneren Grafiker.
© aller Abbildungen: pizzeriaimpero.it. Das Magazin Stand 009 kann heruntergeladen werden –> hier.





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